Wer innert sich noch an die Berliner Bankenkrise² oder Teil 2 über die soziale Grundlage der Finanz – oder Bankenkrise.
Wie schon in Teil 1 erwähnt, um Regeln aufstellen zu können, sollte man ehrlich zu sich selber sein. Und da kann man als Bürgerjournalist in diesem Falle aus dem Vollen schöpfen.
Rückblende, als Frau Merkel noch FDJ-Sekretärin und überzeugte Vertreterin des Honecker Way of Sozialismus war, der Zug der Einheit schon zur Abfahrt bereit stand, hat sich in Berlin Dank der Hilfe eines Bundespräsidenten und unter der Leitung des damaligen Bundeskanzler Kohl die kleine schlagende Verbindung der Jungen Union um Landowsky, Lummer, Diepgen und des Hintermannes Mr. W.³ formiert.
Nach der Auflösung der VEB`s im Mutterland des roten Kasners, dem Papa von Angela Merkel, gab es jede Menge Plattenbauten in der ehemaligen Hauptstadt der DDR zu erwerben. Das haben dann die Vier auch getan und die Klumpentheorie entwickelt, das Beste was Deutschland in den letzten 20 Jahren zum Thema Immobilienhandel im globalen Dorf beigetragen hat.
Man gründete also eine Bankgesellschaft, besser gesagt das Bundesland Berlin hat dies gemacht, denn Herr Diepgen war regierender Bürgermeister, Herr Landowsky*****, Jurist und Fraktionsvorsitzender der CDU im Senat von Berlin übernahm den Vorsitz. Als Christdemokrat kein Probleme und als Jurist hatte er natürlich eine hervorragende betriebswirtschaftliche Qualifikation zur Leitung einer Bank, denn „eine Hand wächst die andere“, sagt der Volksmund.
„Vor zehn Jahren gründete das Land Berlin die Bankgesellschaft. Eine Hauptstadtbank, Berlin behielt die Mehrheit der Anteile. Die Bank expandierte und wurde Marktführer bei Immobilienfonds. Mit ihrem Geld entstanden die Fassaden des Aufschwungs. Acht Jahre später war sie fast pleite. Ohne die Absicherung der Fondsgarantien wäre sie geschlossen worden.“*
Der Vorläufer dieser Bankgesellschaft war übrigens die Berliner Hypotheken- und Pfandbriefbank AG, also wieder so ein Vorprodukt wie bei der Hypo Real Estade, die Helga Orlean in ihrem Beitrag****** zu meinem ersten Teil so beschreibt, „die Hypo Real Estate, die wie ihre Vorgängerinnen (Bayerische Hypotheken- und Wechselbank, Bayerische Vereinsbank, HypoVereinsbank)“ auch von Christdemokraten ins Leben gerufen wurde und gleich mal einen Tsunami an der Börse auslöste, als wir noch die Schocknachrichten aus der KfW verdauen mussten. Wie sich die Ereignisse doch seltsam aneinander reihen, man muss nur hinschauen und nicht Hofberichterstattung betrieben, wie dies im Augenblick die öffentlich, rechtlichen Fernsehsender mit einer unglaublich devoten Hingabe betreiben.
Und natürlich war rein zufällig Hr. Landowsky auch dort mal gleich 1993 in den Vorstand gehievt worden, Mr. W wusste wie man Strippen zieht und ein Netz mit seinen „Jungs“ aufbaut.
Man hat dann nach der Übernahme der Klumpen aus den Ostbezirken Marzahn, Hellerdorf, Lichtenberg usw. den Gardelegen-Fonds ins Leben gerufen. Hier achte man insbesondere auf die Wechselbeziehung Gewinn und Verlust. „Der Gardelegen-Fonds ist eine ganz besondere Art der Geldanlage, ein Schlaraffenland für ausgesuchte Anleger. Das heißt: Gewinne werden gutgeschrieben, für Verluste wird jedoch nicht gehaftet.“ Dazu haben dann die Klumpentheoretiker eine Tochterfirma gegründet, das altbekannte Schachtelprinzip. „Es springt die Immobilientochter IBG [Immobilien- und Baumanagement GmbH] der Bankgesellschaft ein mietet die leerstehenden Büroräume und der drohende Verlust ist von den Anlegern abgewendet.****“
So jedenfalls die Theorie, doch 2003 war dann endgültig Schluss mit lustig, der „Laden“ ging in die Insolvenz und plötzlich hatte alle Berliner Schulden bis über die Ohren, die sie heute auch noch haben. So genau kann die noch immer keiner beziffern, denn neben den Klumpen kamen dann noch die Haushaltsschulden dazu und so hat man auf die Klumpenschulden von 61 Milliarden noch etwa 10 Milliarden bis heute drauf satteln müssen.
Und dann wollen Frau Merkel und Herr Steinbrück von der neu gegründeten CSED – Christlich Sozialdemokratische Einheitspartei Deutschlands, Nachfolger wohl der SED, bekannt als die Partei der DDR – uns einreden, in Zukunft sollen die Beamten in diesem Land die Geschäfte der Privatbank besser kontrollieren?
Ich enthalte mich hier noch eines Kommentars dazu, lassen wir viel lieber einen Gutachter zum größten Bankenskandal der Nachkriegsgeschichte in Berlin zu Wort kommen, der uns auch erklärt, wie das mit den Klumpen funktioniert oder Immobilien mäßig so ablief. Ein Reporter der TAZ stellte dem Gutachter folgende Frage: „Im Gutachten ist auch von Klumpenrisiken die Rede. Was ist damit gemeint?“
Der Gutachter, “bei Investitionen von annähernd 20 Milliaden Mark hatten wir bei vielen Objekten mit denselben Mietern zu tun. Ginge einer Pleite, stünden also gleich mehrere Immobilien in den Fonds leer. Doch aufgrund der Größe der Fonds machen solche Klumpen nie mehr als fünf Prozent der Mieten aus. Außerdem stehen hinter den Klumpen meistens namhafte Mieter. Weil wir viele Kaufhäuser erwarben, sorgen die Multis Tengelmann, Rewe, Edeka oder die Hornbach-Märkte angeblich für Klumpen-Risiken.“** Die haben unter Risiken die möglichen Gewinne verstanden und nicht die Verluste. Das ist also die Klumpentheorie. Haften tun jedenfalls nur die Bürger dieser Stadt, ist doch klar, deshalb ja der Gardelegen-Fonds.
So will uns nun jetzt die Große Koalition unter der Leitung der FDJ-Sekretärin aus Templin einreden, mit der Staatsgarantie und dem Gesetz dazu würden die Banken nun stärker kontrolliert und so was wie die derzeitige Heuschreckenpest könne nicht mehr geschehen?
Nein, wer Regeln aufstellt, der sollte bisher zuerst mal seine Klumpen vor der eigenen Türe wegräumen, bevor er mit dem „Stinkefinger“ auf andere zeigt. Vielleicht kann es nämlich sein, dass die Bänker beim Zocken mit den Heuschreckenpapieren an der Börse nur die Klumpentheorie umgesetzt haben, die Christdemokraten entwickelt haben. Und die Filialleiter aus den Ablegern der USA-Banken wie Lehmann-Brothers, Citibank usw. nach LA, Ohio oder an die Wall Street zum Workshop geflogen sind und den Heuschrecken erstmal klar gemacht haben, wie man Wohneigentum behandelt, eben wie Klumpen, die sich kleine, dumme Jungs wie Knetmasse im Sandkasten zuwerfen und wenn es zum Crash kommt, na dann haften die Bürger, ist doch easy und eindeutig geklärt.
Und diese dummen Jungs aus dem Klumpensandkasten sollen nun unsere 500 Milliarden-Garantie absichern? Mein Gott, da werden uns aber noch Klumpen um die Ohren geworfen, davon haben wir nach dem Albtraum der letzten vier Wochen noch nicht einmal 10 % überstanden.
Und wenn es auch Beamte geben sollte die Controlling betreiben, was ich nie ausschließen möchte, Minderheiten scheint es auch unter dieser Gruppe zu geben, dann dürfte wohl das eintreten was der Rechnungshof bei den Klumpentheoretikern schon sehr früh erleben musste.
„Den Vorwurf des Ausschussvorsitzenden Klaus-Uwe Benneter (SPD), der Rechnungshof habe schon seit Anfang der 90er-Jahre massiv vor der mangelnden Kontrolle der Bankgesellschaft gewarnt und der Senat nicht reagiert, wies Diepgen am Freitag zurück.“***
Und dann wollen unsere Politiker Regelen aufstellen, tut mir leid, wer das glaubt, der muss schlicht weg was an der Glocke haben oder nicht mehr alle Tassen im Schrank, außer er ist sehr devot veranlagt, möglichst blond oder grauhaarig und arbeitet bei ARD und ZDF.
In Teil 3 will ich den Opfern mal Gehör verschaffen, denn die wurden offenbar gezielt zum Klumpenattentat ausgewählt, wie die ersten Analysen der Muster geben. Übrigens in Schwarzeneggers Paradies an der Ostküste hat ein Manager – 800 000 Dollar Jahreseinkommen - seine Mutter, Frau, Kinder und sich dann selbst erschossen. Viel zu hören und zu sehen war darüber nicht bei den Devoten.
²) http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Bankenskandal
³) Tote soll man nicht stören, daher der Name Mr. W.
*****http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-R%C3%BCdiger_Landowsky
*****http://www.mein-parteibuch.de/2005/07/29/klaus-ruediger-landowsky-cdu-vor-gericht-jedoch-eberhard-diepgen-cdu-nicht/
****** http://www.onlinezeitung24.de/article/745
* http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/872/27845/
* http://www.zeit.de/2006/09/Bankenskandal
** http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Sonderthemen;art893,2075725
** http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/18343.html
*** https://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2002/1026/berlin/0034/index.html
**** http://www.neue-einheit.com/deutsch/is/is2001/is2001-19.htm
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Dienstag, 14. Oktober 2008
Samstag, 11. Oktober 2008
Die soziale Grundlage der Finanz – oder Bankenkrise.
Eine Betrachtung und Analyse in mehreren Teilen, denn die Suppe, die uns die Heuschrecken und ihre nebenberufliche Köche aus Politik da gekocht haben, an der werden wir fast alle, aber eben nicht alle, Jahre lang zu löffeln haben, ob man es will oder nicht.Politikerinnen oder Politiker wie Merkel oder Steinbrück versuchen nun schon seit 4 Wochen einen toten Patienten zum Leben erwecken zu wollen. International ist man da nicht so geizig, da wird gleich von Verstaatlichung des ganzen Bankensektors oder der Finanzmärkte generell philosophiert, Mac Sozialismus glüht über dem globalen Dorf wie die Sonne am Abend über Capri, Rio oder der Ha Long Bay.* Dabei ist die Krise an den Finanzmärkten nur das äußere Erscheinungsbild eines Krieges, der seit 20 Jahren verstärkt in den Büros und Werkhallen des globalen Dorfes und in den Köpfen der „Win and Looser – Generation“ stattfindet.
Glaubt man den Aussagen der Bundeskanzlerin in den letzten sieben Tagen, so sei das Finanzproblem nur eine Frage „der Regeln“. Regeln, was meint eigentlich unsere ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda aus Templin damit? Regeln gab und gibt es schon immer, auch in den Banken und Investmentgesellschaften. In den Aktiengesellschaften hat man als Kontrollinstanzen den Aufsichtsrat implementiert. Dieser sollte alle wichtigen geschäftlichen und personellen Entwicklungen in seinem Unternehmen oder in einem Geldinstitut kontrollieren und begleiten. Von daher auch der Name Aufsichtsrat, man hätte auch Controlling- , Regelüberwachungs- oder Prüfrat dazu sagen können. Doch alleine schon die Vorgänge, wie etwa bei der KfW-Krise um die 300 Millionen, die für alle Bürger sichtbar wurden, hat uns doch klar gemacht, hier hat man eine Regel gebrochen oder gar gegen das Gesetz verstoßen und ein betriebswirtschaftliche sinnvolles Instrument zum Spielball machthungriger und einkommensgieriger Politiker und Beamter verkommen lassen.
Die Tätigkeit eines Aufsichtsrats besteht nun mal im Jahr nur aus ein paar Sitzungen, doch die Vorbereitungszeit für eine Sitzung, wenn man seine Aufgabe verstanden hat und ernst nimmt oder sich eben an die Regel hält, besteht im wochenlangen Studium von Akten, Zahlen, Statistiken, Berichten und Informationen aus den Abteilungen und Entscheidungsgremien einer AG. Welcher Ministerpräsident eines Bundeslandes, wie etwa der selbsternannte „brutalste Aufklärer aller Zeiten“, Herr Koch aus Hessen kann so etwas schon nebenbruflich bewerkstelligen?
Nein, die Aufsichtsratsfunktion ist bei uns in den letzten 50 Jahren zum Spielball von Nebenberuflern und nicht ausgebildeten Personen für diese Herausforderung und sehr anspruchsvolle Tätigkeit geworden. Denn welcher Jurist hat schon betriebswirtschaftliches Rechnungswesen in seinem Studiengang gehabt? Oder kennt jemand die Ausführungen eines Politologen zu Problemen statistischer Aussagewerte einer Jahresbilanz vom DGB-Boss Sommer?
Nein. Nur dieses kleinen Beispiele zeigen uns auf, die Krise der Heuschrecken oder das Platzen der Immobilienblase ist eine Krise der Gesellschaft an für sich, ob nun global oder national gesehen und wird in Zukunft das Fundament jeder sachlichen Beschäftigung mit dem Thema bilden.
Welche Regelen meint also das Einheitsduo Merkel oder Steinbrück, von letzteren weiß man ja nicht mal, in welcher Partei er ist?
Regeln beginnen damit, dass man ehrlich zu sich selber ist, das heißt, richte ich mich auch nach meinen von mir geforderten oder gar aufgestellten Regeln? Im Falle der Aufsichtsräte heißt das, habe ich überhaupt die Qualifikation dazu außer der Jasagermentalität? Im Falle von Frau Merkel muss man doch schon fundamentale Zweifel haben, denn warum steht sie nicht offen und ehrlich zu ihrer DDR-Vergangenheit? Also, was sollen Regeln bewirken, wenn diese schon durch die, die sie aufstellen nicht eingehalten oder gar lächerlich gemacht werden. So etwas nennt man eine moralische Krise und diese macht sich in einer Gesellschaft immer erst Jahre später bemerkbar, dafür aber mit aller Grausamkeit der „realen“ Welt. So war das von 1918 bis 1929 in Deutschland, am Ende kam im globalen Dorf der „Schwarze Freitag“ und hat dann 15 Jahre die Welt mir einer Grausamkeit übersät, die bis dahin unvorstellbar war, der Holocaust mit 5 Millionen Opfer, Atombomben über Japan mit Millionen von Opfern und einen globalen Krieg mit 50 Millionen Toten und Opfern ohne Ende.
Doch gelernt haben wir da raus eigentlich nichts, außer dass es damals es nicht Globalisierung hieß, sondern Imperialismus. Auch in der Eindeutigkeit der Sprache erkennt man den Willen, ob man Regeln berechen will oder einhalten möchte, Frau Merkel, sorry, Dr. Merkel und Beamtin auf Lebenszeit. Denn mit der Eindeutigkeit der Sprache gebe ich zu verstehen, will ich alle Bürger mit einbeziehen oder nur mal kurz ausgrenzen? Agitatoren in der KPD oder SED waren da je wahre Weltmeister, man lese nur mal die einschlägigen Werke der Akademie der Wissenschaften der DDR dazu, die kennen sie doch noch Frau Merkel oder Genossin Angela. Das wäre dann das Thema Betroffenheit im Regelwerk, was ich gerne noch später wieder aufgreifen möchte, aber nur bezogen auf das Berufsbeamtentum im Heuschreckenparadies.
Doch lieber zurück zu den Ereignissen der letzten vier Wochen, die fast alle Bürger in diesem Lande als Albtraum erlebt haben. Viele hatten das Gefühl, als würde Mama oder Papa vom Ende der „goldenen 20er Jahre“ erzählen und warum so viele auf demokratische Weise den Faschismus an die Macht gewählt haben. Ja, dann wären wir wieder beim Regelgrundsatz Ehrlichkeit. Teil 1.
* Inselwelt im Norden Vietnams, liegt im chinesischen Meer.
** http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wirtschaft-lehnt-aufsichtsratsgesetz-ab;1190662
Glaubt man den Aussagen der Bundeskanzlerin in den letzten sieben Tagen, so sei das Finanzproblem nur eine Frage „der Regeln“. Regeln, was meint eigentlich unsere ehemalige FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda aus Templin damit? Regeln gab und gibt es schon immer, auch in den Banken und Investmentgesellschaften. In den Aktiengesellschaften hat man als Kontrollinstanzen den Aufsichtsrat implementiert. Dieser sollte alle wichtigen geschäftlichen und personellen Entwicklungen in seinem Unternehmen oder in einem Geldinstitut kontrollieren und begleiten. Von daher auch der Name Aufsichtsrat, man hätte auch Controlling- , Regelüberwachungs- oder Prüfrat dazu sagen können. Doch alleine schon die Vorgänge, wie etwa bei der KfW-Krise um die 300 Millionen, die für alle Bürger sichtbar wurden, hat uns doch klar gemacht, hier hat man eine Regel gebrochen oder gar gegen das Gesetz verstoßen und ein betriebswirtschaftliche sinnvolles Instrument zum Spielball machthungriger und einkommensgieriger Politiker und Beamter verkommen lassen.
Die Tätigkeit eines Aufsichtsrats besteht nun mal im Jahr nur aus ein paar Sitzungen, doch die Vorbereitungszeit für eine Sitzung, wenn man seine Aufgabe verstanden hat und ernst nimmt oder sich eben an die Regel hält, besteht im wochenlangen Studium von Akten, Zahlen, Statistiken, Berichten und Informationen aus den Abteilungen und Entscheidungsgremien einer AG. Welcher Ministerpräsident eines Bundeslandes, wie etwa der selbsternannte „brutalste Aufklärer aller Zeiten“, Herr Koch aus Hessen kann so etwas schon nebenbruflich bewerkstelligen?
Nein, die Aufsichtsratsfunktion ist bei uns in den letzten 50 Jahren zum Spielball von Nebenberuflern und nicht ausgebildeten Personen für diese Herausforderung und sehr anspruchsvolle Tätigkeit geworden. Denn welcher Jurist hat schon betriebswirtschaftliches Rechnungswesen in seinem Studiengang gehabt? Oder kennt jemand die Ausführungen eines Politologen zu Problemen statistischer Aussagewerte einer Jahresbilanz vom DGB-Boss Sommer?
Nein. Nur dieses kleinen Beispiele zeigen uns auf, die Krise der Heuschrecken oder das Platzen der Immobilienblase ist eine Krise der Gesellschaft an für sich, ob nun global oder national gesehen und wird in Zukunft das Fundament jeder sachlichen Beschäftigung mit dem Thema bilden.
Welche Regelen meint also das Einheitsduo Merkel oder Steinbrück, von letzteren weiß man ja nicht mal, in welcher Partei er ist?
Regeln beginnen damit, dass man ehrlich zu sich selber ist, das heißt, richte ich mich auch nach meinen von mir geforderten oder gar aufgestellten Regeln? Im Falle der Aufsichtsräte heißt das, habe ich überhaupt die Qualifikation dazu außer der Jasagermentalität? Im Falle von Frau Merkel muss man doch schon fundamentale Zweifel haben, denn warum steht sie nicht offen und ehrlich zu ihrer DDR-Vergangenheit? Also, was sollen Regeln bewirken, wenn diese schon durch die, die sie aufstellen nicht eingehalten oder gar lächerlich gemacht werden. So etwas nennt man eine moralische Krise und diese macht sich in einer Gesellschaft immer erst Jahre später bemerkbar, dafür aber mit aller Grausamkeit der „realen“ Welt. So war das von 1918 bis 1929 in Deutschland, am Ende kam im globalen Dorf der „Schwarze Freitag“ und hat dann 15 Jahre die Welt mir einer Grausamkeit übersät, die bis dahin unvorstellbar war, der Holocaust mit 5 Millionen Opfer, Atombomben über Japan mit Millionen von Opfern und einen globalen Krieg mit 50 Millionen Toten und Opfern ohne Ende.
Doch gelernt haben wir da raus eigentlich nichts, außer dass es damals es nicht Globalisierung hieß, sondern Imperialismus. Auch in der Eindeutigkeit der Sprache erkennt man den Willen, ob man Regeln berechen will oder einhalten möchte, Frau Merkel, sorry, Dr. Merkel und Beamtin auf Lebenszeit. Denn mit der Eindeutigkeit der Sprache gebe ich zu verstehen, will ich alle Bürger mit einbeziehen oder nur mal kurz ausgrenzen? Agitatoren in der KPD oder SED waren da je wahre Weltmeister, man lese nur mal die einschlägigen Werke der Akademie der Wissenschaften der DDR dazu, die kennen sie doch noch Frau Merkel oder Genossin Angela. Das wäre dann das Thema Betroffenheit im Regelwerk, was ich gerne noch später wieder aufgreifen möchte, aber nur bezogen auf das Berufsbeamtentum im Heuschreckenparadies.
Doch lieber zurück zu den Ereignissen der letzten vier Wochen, die fast alle Bürger in diesem Lande als Albtraum erlebt haben. Viele hatten das Gefühl, als würde Mama oder Papa vom Ende der „goldenen 20er Jahre“ erzählen und warum so viele auf demokratische Weise den Faschismus an die Macht gewählt haben. Ja, dann wären wir wieder beim Regelgrundsatz Ehrlichkeit. Teil 1.
* Inselwelt im Norden Vietnams, liegt im chinesischen Meer.
** http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wirtschaft-lehnt-aufsichtsratsgesetz-ab;1190662
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