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Samstag, 29. November 2008

Neue Wege geht die Schweiz


Mobbing ist nicht nur in Deutschland eine Strategie der Täter um Mitarbeiter oder Kollegen fertig zu machen und sie sehr oft aus dem Betrieb oder der Verwaltung zu ekeln, Stichwort kalte Kündigung. Dabei wird auf soziale und gesundheitliche Folgen keine Rücksicht genommen und die Grundrechte werden mit einer Selbstverständlichkeit gebrochen, wie dies zuvor nur die NSDAP in Deutschland oder die Stasi in der DDR praktiziert hat.
Nicht umsonst weisen viele Handlungsmuster der Mobbingtäter Übereinstimmung mit Arbeitsanweisungen der Stasi auf.* Doch gemobbt wird was das Zeug hält, nicht nur bei uns Deutschland, auch in der Schweiz. Gerade die Schweiz als das Land der Banken dürfte eine Flut von Mobbingattacken erleben, Ursache dafür ist sicherlich die Banken- oder Finanzkrise. Gut, dass sich nun eine neue Gruppe gegründet hat, die sich den Opfern annimmt und damit aber auch gleichzeitig sich selber eine Existenz schaffen wollen. Deshalb ist http://mobbolo.com als GmbH gegründet worden.** Weg also von diesen Piefke behafteten Selbsthilfegruppenmief mit Rüschdecken, APO-Flair und Seelenmassage.
Mobbolo hat neben dem Stressfaktor, den Foren, Veranstaltungshinweisen und Beratungsstellen ein Spiel entwickelt, an dem jeder teilnehmen kann. Heute ist sozusagen Welturaufführung und man darf gespannt sein, was sich die Experten haben einfallen lassen. Auf jeden Fall ist dies endlich mal ein neuer und kreativer Ansatz im Umgang mit Mobbing. Und im Forum darf über die Erfahrung selbst damit und über das Spiel diskutiert werden.
Viel Erfolg wünschen wir Mobbolo und vielleicht schaffen wir auch neben den lokalen und nationalen Netzwerken ein europäisches zustande zu bringen.
Quelle:
*http://wir-plattform.blogspot.com/
**http://mobbolo.com/ueber-uns/die-gmbh.html

Mittwoch, 12. November 2008

Von nun an ging es Berg ab


Heute haben nun die fünf Weisen aus den wichtigsten und von der Regierung ausgesuchten Wirtschaftsinstitute, ihr Jahresgutachten für 2009 vorgelegt.
Das Papier des so genannten Sachverständigenrates liest sich wie eine Bußpredigt auf die 25 Jahre lang falsch verbreiteten Thesen dieser vier Herren mit Dame. Wurde bisher mit jedem Gutachten der Staat dafür gerügt, dass er zu viel sich in die Wirtschaft einmische, haben nun diese „Heilsprediger“ wohl Karl Marx heimlich gelesen.
Doch zurück zu den Fakten*, das Wirtschaftswachstum für nächste Jahr sinkt, die Arbeitslosigkeit steigt und auch sonst müssen die Experten sich dem bisher bekannten Fazit aller Ökonomen im globalen Dorf anschließen, die Krise hat begonnen und Aussicht auf Besserung bei dem Patienten Volkswirtschaft liegt in staatlicher Hilfe.
Schon verwunderlich, wenn man dann noch liest, dass diese „Experten“ sich gegen einen gesetzlichen Mindestlohn und für ein Hilfsmodell a la Kombilohn aussprechen, ob wohl diese Beamten ja nun auch das Urteil** zu Hartz IV kennen müssten, doch mit der Moral ist es bei solchen Experten immer schon schlecht gestellt gewesen.
Nun haben diese Sachverständigen in den letzten 20 Jahren immer an die gewählten Vertreter des Volkes appelliert und die vielen staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft angeprangert. Dieses Jahr und nach dem nun auch die „Götter“ der deutschen Akademikerzunft aus Havard*** und Yale**** in den USA mit Mac Sozialismus die größten Eingriffe des Staates in eine kaputte Wirtschaft durchführen, von denen selbst Lenin nicht mal im Schlafe geträumt hat, entdecken also auch die „fünf Weisen“ das Machtinstrument Staat und fordern unverhohlen und Wort wörtlich, „drastisch höheren Staatsinvestitionen auf Kosten steigender Schulden“.
Natürlich sagen sie genauso wenig wie Frau Merkel, wer diese Schulden einmal bezahlen soll, denn das geht mit temporären Maßnahmen in einer kurzen Aufschwungsphase ja bekanntlich auf keinen Fall, denn sonst hätten wir ja keine Staatsverschuldung. So mutig sind Beamte dann noch nie gewesen, deshalb beanspruchen sie ja auch keine Rente sondern eine Pension. Und der Chef-Ideologe der IG Bau, Klaus Wiesehügel stellt flüsternd fest, "es ist bemerkenswert, dass ausgerechnet der Sachverständigenrat sich für staatliche Hilfen ausspricht, der sonst gegenüber solchen Programmen große Zurückhaltung übt". Wie wahr, wie wahr, doch klar ist jetzt schon, wer die Zeche bezahlen soll, denn Hr. Rürup ist der Chef dieser fünf Weisen oder sollte man lieber „Waisen“ sagen und schreiben.
Denn nach Auffassung dieser Runde sollen „höhere Staatsausgaben etwa für Infrastruktur und Bildung nur während des Abschwungs akzeptabel seien. Sobald dieser auslaufe, müssten andere Finanzierungsformen, etwa durch Umschichtungen in den Haushalten, gefunden werden*.“ Und das Kennen wir ja von Hartz IV, der Gesundheitsreform, der Studiengebühren und dem fehlenden Essen für Schulkinder von Hartz IV Beziehern. Ach ja, und die Rentner bekommen dann auch mal ein paar Jahre lang keine Erhöhung ihres Altereinkommens mehr, können ja einen Hartzvieraufstockerantrag stellen. Und so was nennt sich nun Sachverständigenrat.
Daher an viele Arbeitslose ein Hinweis für den Fall der Fälle. Hinter Job.ch***** befindet sich eines der besten Jobportale Europas mit jeder Menge Stellenangebote. Nur für den Fall der Fälle, den trotz Abschwung boomt der Arbeitsmarkt in der Schweiz, komisch, oder?

Quelle:
*http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE4AB0EA20081112
**http://www.onlinezeitung24.de/article/815
***http://de.wikipedia.org/wiki/Harvard_University
****http://www.yale.edu/
*****http://www.jobs.ch/