Montag, 19. Mai 2008

Der diesjährige Armutsreport und die Dummschwätzer!


Nun also kann man die ungeschminkte Wahrheit nicht mehr verbergen. Der Armutsreport 2008 mit den Zahlen für 2007 zeigt auf, dass die innere Verelendung in dieser Gesellschaft in rasantem Tempo sich ausbreitet und jetzt etwa 26 % der Bevölkerung erfasst hat. Mit der unvorstellbaren Grausamkeit der Beamtenmaschine, die Opfer von Korruption und Mobbing schon kennen, sind jetzt die Rentner mit geringer Rente, insbesondere Kinder, Bezieher niedriger Einkommen usw. in die Maschine der „Dummschwätzer“ geraden. Anstatt, wie großspurig in der Agenda 2010 von Schröder und Fischer verkündet und durch dubiose Gestalten wie Hartz und Co umgesetzt, die Sozialhilfe abzuschaffen und den Menschen damals aus der Not zu helfen, wurde mit Hartz IV das größte Armutsprogramm alles Zeiten durch die Politiker im Wellnesszentrum - und Freizeitpark Bundestag geschaffen. Heute nun soll nach wochenlangen Umformulierungen „(d)er neue Armutsbericht der Bundesregierung offiziell vorgestellt (werden, er) legt offen: Jeder vierte Deutsche ist von Armut bedroht - die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Nicht nur SPD-Politiker fordern deshalb nun klare Konsequenzen. SZ v. 19.05.08“
So sieht das Ergebnis einer Politik von Dummschwätzern aus, die bei Kohl begann und über Schröder jetzt von einem FDJ-Mädchen aus der Uckermark (in der es heute jede Menge Armut gibt) verwaltet wird. „Gott vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“ kann hier wohl nicht gelten, denn Wissen war nie die Kunst der Politik gewesen, dann schon eher die Gier nach Diäten und Nebenjobs. Für uns Menschen heißt das 2008 konkret, und diese geschönten Angaben stammen vom Bundesarbeitsminister, der „(n)ach seinen vorab gemachten Angaben (über) 13 Prozent der Bundesbürger als arm (einstufen muss), weitere 13 Prozent würden nur durch Sozialtransfers wie Kindergeld oder Arbeitslosengeld II vor dem Abrutschen in die Armut bewahrt. Insgesamt habe sich die soziale Kluft in Deutschland vertieft.“
Die Grausamkeit geht aber weiter, denn alle Fakten sind nicht in diesem Bericht enthalten, darauf hat das FDJ-Mädchen aus der Uckermark bestanden, und die weiß was sie tut, Erich M. und Erich H. lassen grüßen.

Kommentare:

Medusa hat gesagt…

Geschönter Bericht!
Zu diesem Thema sollte aber auch einmal festgestellt werden, dass der vorgelegte Armutsbericht ja bereits geschönt wurde.
So tauchen in diesem Bericht, wie übrigens auch bei keiner monatlichen Arbeitlosenstatistik, jene nicht auf, die arbeitlos sind jedoch, Dank der Hartz Gesetzgebung, keine Leistungen mehr beziehen. Weil bei ihnen ALG 1bereits ausgelaufen ist und sie dumm genug waren (noch bevor der Name Riester bekannt wurde) sich etwas für den Ruhestand zurückzulegen.
Diese Bevölkerungsgruppe taucht in keiner Statistik auf. Sie ist heute gezwungen von ihrem Ersparten zu leben. Um dann in ein paar Jahren in Altersarmut zu fallen. Diesem Personenkreis nützen weder Steuererleichterungen noch zusätzliche oft am Ziel vorbeigehende Qualifizierungsmaßnahmen (oft müssen sie erleben das sie als überqualifiziert gelten).
Dieser Bevölkerungsgruppe (meist ältere Arbeitnehmer) nützen nur gerecht bezahlte Arbeitsplätze von denen sie auf Grund ihres Alters nicht ausgegrenzt werden.
Auch diese Bevölkerungsgruppe sind Wähler

Harry Gambler hat gesagt…

Alte DDR-Schule und das Mädel aus der Uckermark!

Damit hast Du natürlich recht Medusa, denn normaler Weise ist das Aufgabe des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, denn es geht ja um den Hartz IV Bock und seine Auswirkungen auf unser leben als Bürger.
Doch plötzlich haben auch die Schmierfinken aus dem Bundeskanzleramt an dem Bericht mitformuliert und Zahlen überarbeitet, nachdem das FDJ-Mädchen aus der Uckermark interveniert hat. Von daher wäre es schon von Interesse, einmal den Originalbericht und das jetzt hoffentlich bald veröffentlichte Fragment zu sehen. Doch in den Genuss werden wir wohl nie kommen.
Wie man Erfolge vermeldet kennt ja „Angieeeee“ aus der guten alten Planwirtschaft, denn dort gab es immer nur diese.
Fakt ist heute schon, dass mehr Menschen in Sozialhilfe leben, als dies vor dem Amtsantritt von Gazpromschröder und Afghanenfischer der Fall war. Die Agenda 2010 war nichts weiter als der Weg in eine Gesellschaft, in der es nur noch Oben und Unten gibt und die Mehrheit wie immer auf den billigen Rängen sitzen darf um die Speckmaden auf den wenigen Logenplätzen zu bewundern.